Sbiti Abdel Hay

Sbiti abdel HAY (* 1963 Tunis/Karthago)

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«Ich bin in Bern berühmt geworden, mou, mou», erzählt der 1963 in Tunis-Karthago geborene Künstler. Auch in seiner Heimatstadt mass er den Wert seiner Kunst nicht an ihren Käufern; er verkaufte die Bilder schon damals unter anderem auf der Strasse. Sbiti ist ein Street-Artist im wortwörtlichen Sinne. Die Strasse ist seine Galerie, jeden Tag ist Vernissage, und jeder kann hier Kunstsammler sein. Seine eigenwillige Kunst hängt an so vielen Wänden, wird auf Ricardo verscherbelt, auf Flickr von Fans gesammelt. Sie alle wissen, dass stets Farbreste auf seiner Kleidung zu finden sind, dass er so schnell verschwinden kann, wie er auftaucht...

Es war ein Bild, das Sbiti nach Bern brachte.  Harald Szeemann, Hans Christoph von Tavel, Jean Tinguely: Sie alle hat er hier kennen gelernt, sie haben an ihn geglaubt. Aber «es ist nicht einfach, Kunst zu machen und zu glauben, dass das gut ist», sinniert er. Mit Mitte zwanzig hatte er bereits im Kunstmuseum Bern und im Kunstmuseum Olten ausgestellt, mit dreissig im Musée de l’Elysée in Lausanne.
SBITI ist ein stets an den Grenzen seiner physischen und psychischen Kräfte wandelnder Unruhegeist, der sich lokal in Bern bereits mit seiner Street Art einen Namen gemacht, die icons unserer Zeit in seinen Werken verinnerlicht hat, in atemloser Weise Abbilder unseres modernen Lebens produziert.