Robert Oswald

Robert Oswald (*1966, Österreich )


Robert Oswald in Eigenbetrachtung:

"Rückblickend war am Anfang das Bild. Von seinem Vater gefertigte Kopien alter Meister, darunter Francesco Guardi, der einer seiner Wegweiser werden wird. Das mit wertlosen Zahlen ausgepreiste und im Museum aufgebahrte Bild wird vom Reproduzierten ersetzt und damit auch ergänzt. Zerknittert, gerastert, mit Fingerabdrücken und Flecken in den Farben alter Zunft werden sie zum Fetisch. Eingehüllt in den Duft von Leinöl und Terpentin sind sie sein Vademecum. Seine erste Kopie ein Dali, seine letzte ein Vermeer und dazwischen viel Raum um eigenes auszuloten. Wo kein Bild, wird das Nichts gerahmt.

Dem Angelus Novus gibt er eine Kamera und aus den Trümmern baut er Bilder gegen die Ohnmacht und den Schwindel. Er stellt sich der digitalen Bilderflut. Klick. Der Bildermacher. Venedig wird sein persönlicher Kassasturz. 200 Capriccios. Die Getriebenheit weicht der Gelassenheit mit der er nun Behauptungen an den Beginn eines jeden seiner Bilder setzt. Behauptungen mit der eleganten Unverschämtheit, wie sie immer am Beginn eines Mythos stehen. Auf der Suche nach dem verlorenen Hier und Jetzt finden Pixel ihren Weg aufs Papier, das alte Spiel."

Robert Oswald wird ab 7.12.2017 seine Erstausstellung bei GERSHON VIENNA GALLERY präsentieren.

Robert Oswald ist Fotograf, der mit seiner allerersten Ausstellung surrealistische Fotos aus Venedig zeigen wird. Wohlbekanntes aus "La Serenissima" vermischt sich in seinen Werken mit überraschenden Elementen des Alltags, der Imagination und manchmal auch mit bewussten Disharmonien zu einem Ganzen, das bereits mit dieser ersten Serie eine unverkennbare stilistische Handschrift des Künstlers Robert Oswald zeigt. Seine Liebe zur Stadt der Städte ist unverkennbar, auch wenn er manchmal eine fast schalkhafte Ironie mitschwingen lässt. Lassen Sie sich überraschen, eine Detailinformation zur Ausstellung folgt...